Die Tochterfirma der Casinos Austria, die Casinos Austria International (CAI), musste einen starken Verlust hinnehmen. Sie verloren die Lizenz für die Spielbank in Chile.
Es besteht bereits eine Lizenz in Chile, die die CAI betreiben, jedoch konnte das Bauvorhaben, wofür die zweite Lizenz vorlag, nicht umgesetzt werden, weshalb diese dem Unternehmen nun entzogen wurde. Doch nicht nur die Lizenz wurde verloren, sondern gleichzeitig damit auch der Konzessionsbetrag in Höhe von rund 900.000 Dollar.
Die CAI ist mit dem Projekt in Chile gescheitert, da das Bauvorhaben nicht realisiert werden konnte. Hierzu fehlten dem Unternehmen die finanziellen Mittel und auch angedachte Investoren konnten offensichtlich nicht überzeugt werden. Der Chef der Casinos Austria, Karl Stoss, hatte erst kürzlich den Sparkurs eingeleitet, der sich auf die ausländischen Geschäfte des Unternehmens bezog. Durch den Lizenzverlust in Chile musste nun jedoch ein weiterer Rückschlag von dem Unternehmen hingenommen werden.
Geplant war der Bau eines Casinos in der Stadt Ovalle, die sich etwa 500 km von Santiago de Chile entfernt befindet. Hierfür sollten etwa 18 Millionen Dollar aufgewendet werden, um den Plan realisieren zu können. Nachdem sich das Finden von Investoren schwieriger gestaltete, als es geplant war, musste Stoss den Rückzug antreten und dadurch den Verlust der Lizenz und des Betrages in Höhe von 900.000 Dollar hinnehmen.
Die Tochterfirma der Casinos Austria, die CAI, hat so oder so mit starken Problemen zu kämpfen, denn neben dem Lizenzverlust in Chile, haben sich innerhalb der letzten Jahre bei dem Unternehmen einige Schulden angehäuft. Im Jahr 2010 musste das Unternehmen einen Verlust in Höhe von 35,2 Millionen hinnehmen.
Auch die erste Hälfte des letzten Jahres verlief nicht so positiv und das Unternehmen war auch zu diesem Zeitpunkt noch mit 30,7 Millionen Euro im Minus. Diese hohen Lücken in den Kassen führen dazu, dass das Unternehmen, trotz der guten Einnahmen, wohl kaum Gewinne erzielen konnte. Die Bilanz des letzten Monats wird im April ausgewertet.
Damit das Unternehmen eine Chance hat, aus der finanziellen Krise zu kommen, sieht Stoss nur den Ausweg im Verkauf verschiedener Spielstätten. Insgesamt sollen bis zu sieben ausländische Standorte verkauft werden, zu denen unter anderem laut Stoss auch das andere Casino in Chile zählen wird.
Auch aus den Bereichen Video-Lotterie-Terminals in Italien und von der Spieleplattform in Malta plant die CAI den Rückzug, damit wieder Stabilität in das Unternehmen kommt und die Schulden beglichen werden können.

